Erreichen eines spiegelglatten Finishs für Flugzeugoberflächen mit Infrarot-Trocknung Haben Sie schon einmal mit diesem frustrierenden „Orangenhaut“-Effekt oder den kleinen Löchern in der frisch lackierten Oberfläche zu kämpfen gehabt? Das passiert meist aufgrund der Funktionsweise herkömmlicher Konvektionsöfen. Diese erhitzen die Luft, die Luft wiederum erwärmt die Oberfläche – dadurch trocknet die Beschichtung viel zu schnell. Die darunter gefangenen Lösungsmittel haben keinen Ausweg mehr und kommen nach oben – das Ergebnis ist eine Oberfläche, die wie eine Basketballkugel aussieht. Wir machen das anders. Wir verwenden Kurzwellen-Infrarot-Lampen, die direkt durch die Beschichtung dringen. Wie es eigentlich funktioniert Man kann sich das wie eine Erwärmung von innen nach außen vorstellen. Anstatt darauf zu warten, dass warme Luft umherweht, trifft die Infrarot-Energie gleichzeitig auf das Aluminium sowie die Farbe. Das ist der Schlüssel zum Erfolg. Da die Farbe etwas länger flüssig bleibt, hat das Harz Zeit, sich auszubreiten und die Oberfläche zu glätten. Wenn die endgültige Aushärtung einsetzt, ist die Farbe bereits gleichmäßig verteilt. So erhält man ein glasartiges, spiegelglattes Finish – ohne Probleme. Die schwierige Aufgabe: Die richtige Temperatur einstellen Man kann nicht einfach nur Hitze einwirken lassen und darauf hoffen, dass alles gut wird. Wenn man zu viel Leistung auf einen kleinen Bereich konzentriert, verbrennt man die Oberfläche. Es geht darum, ein Gleichgewicht zu finden. Wir justieren Spannung und Leistung so, dass die Temperatur konstant bleibt – auch dann, wenn sich die Flügeloberfläche von der Lampe entfernt. Auch die Entfernung spielt eine wichtige Rolle. Wenn die Lampe nur wenige Zentimeter daneben steht, entstehen Hotspots. Die Realität Der Vorteil ist: Es geht wirklich schnell. Wir sprechen dabei von einer Verkürzung der Trocknungszeit um 60 % bis 80 %. Dadurch wird der Arbeitsablauf deutlich beschleunigt. Aber es gibt auch Herausforderungen. Infrarotstrahlen können nur in gerader Linie wirken. Wenn die Flügeloberfläche tiefe Einkerbungen oder unregelmäßige Formen hat, können die Lampen diese Bereiche einfach nicht erreichen. Um das zu lösen, benötigt man zusätzliche Wärmequellen, damit die schattigen Bereiche nicht klebrig bleiben. Noch ein Tipp: Stellen Sie sicher, dass Ihre Steuergeräte für eine schrittweise Erhöhung der Temperatur eingestellt sind. Man möchte schließlich nicht, dass das Metall durch plötzliche Temperatursprünge beschädigt wird.